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Erfolgreich sanieren in 10 Schritten - ein Leitfaden.

24. November 2011

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Die Arbeitsgruppe "Zukunft Altbau Baden-Württemberg" des Ministeriums für Umwelt, Klima und Ernergiewirtschaft hat einen praktischen Leitfaden heraus gebracht.


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Auch durch das neue Klimaschutzprogramm der Landesregierung NRW stehen viele Hausbesitzer vor der Entscheidung ihr Haus energetisch sinnvoll zu sanieren.

Aber wo soll man anfangen? Was ist möglich, was wird gebraucht und wer kann beraten? Der Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch die unterschiedlichen Projektphasen - von der ersten Diagnose über eine fachliche Planung bis hin zur Umsetzung.
Denn nur so wohnen später im sanierten Haus zufriedene Menschen.

Den Leitfaden können Sie hier in elektronischer Form runterladen, als Druck liegt er nur in Baden-Württemberg vor.

Thermografie 2011/2012 und Beratung.

17. November 2011

Foto: Stadtwerke LemgoFoto: Stadtwerke Lemgo

Bis zu 80 Prozent der Energiekosten entfallen auf die Beheizung der Gebäude. Grund genug, den Schwächen in der Gebäudehülle nachzuspüren, die für die Wärmeverluste verantwortlich sind. Deshalb bietet die Klimainitiative - in Absprache mit der Stadt Mülheim und der Verbraucherzentrale NRW – auch in diesem Jahr wieder eine Gebäude-Thermografie an.


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Was leistet die Thermografie?
Die Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren zum Aufspüren von Wärmeverlusten. Mit der Außenthermografie lassen sich Schwachstellen in der Gebäudehülle identifizieren. Aber nicht alle Schwachstellen sind von außen sichtbar. Zusammen mit der Innen-Thermografie können Wärmebrücken und leckagen (Zuglufterscheinungen) detallierter analysiert werden. Dann lassen sich konkrete Aussagen treffen, wie stark die Wandoberflächentemperatur auf der Innenseite absinkt, was nicht nur die Behaglichkeit im Raum mindert, sonder bei eventuellem Tauwasserausfall auch zur Schimmelbildung führen kann.


Wann kann thermografiert werden?

Witterungsbedingt kann die Thermografie während der Heizperiode von Oktober bis März durchgeführt werden, da die Temperaturdifferenz zwischen der Gebäudeinnentemperatur und der Umgebungstemperatur mindestens 15 Kelvin (gleich 15° Celsius) betragen muss.


Welche Bedingungen gelten für die Thermografie?
- das Objekt muss während und vor der Thermografie keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt oder durch extreme Wärmequellen beeinflusst sein.
- es darf kein Schnee, Regen, Nebel oder starker Wind herrschen.
- das Objekt muss frei zugänglich sein. Berankte Hausfassaden oder direkt an der Fassade stehende Bäume oder Sträucher schränken die Aussagekraft der Außenthermografie ein.
- auch bei hinterlüfteten Bauteilen ist die Aussagekraft der Außenthermografie stark eingeschränkt. Hier ist grundsätzlich die Innen-Thermografie das Mittel der Wahl.


Wie wird die Thermografie durchgeführt?
Am vereinbarten Termin nimmt der Energieberater die Fassade mit einer hochauflösenden Wärmebildkamera auf. Die unterschiedliche Wärmeabstrahlung (Infrarotstrahlung) der Bauteile wird in den Aufnahmen durch frabliche Darstellung sichtbar.

Sehr hohe Wärmeabstrahlung: weiß
Mittlere bis erhöhte Wärmeabstrahlung: rot, geld oder grün
niedrige Wärmeabstrahlung: blau, lila bis schwarz

Bei Auffälligkeiten werden in der Regel mehrere Aufnahmen pro Fassadenseite erstellt, um einen möglichst genauen Aufschluss zu liefern. Die Ergebnisse der Thermografie werden in einem umfangreichen schriftlichen Bericht (ca. 25 Seiten) zusammengefasst und zugesandt. Er enthält detaillierte Erläuterungen zu den erkannten Schwachstellen und Empfehlungen für sinnvolle Sanierungsmaßnahmen. Bei der Innen-Thermografie erfolgt eine energetische Inspektion aller beheizter Räume von innen. Hierbei werden alle Außenbauteile auf Schwachstellen hin untersucht.


Was kostet die Thermografie?
Wenn Sie sich zu einer Thermografie Ihres Haues/Ihrer Wohnung entschließen, bietet wir Ihnen diese zu den nachstehenden Konditionen an:

Außenthermografie
1-2 Familienhaus: 30€ / Fassade
3-6 Familienhaus: 50€ / Fassade
7-10 Familienhaus: 75€ / Fassade

Innenthermografie
1-2 Familienhaus: 150€ / Wohnung
3-6 Familienhaus: 95€ / Wohnung
7-10 Familienhaus: 85€ / Wohnung



Die Anfahrt pro Objekt wird mit 75 € berechnet.
Das Muster eines Thermografieberichtes findet sich hier zur Ansicht.


Kann ich mich zusätzlich beraten lassen?
Natürlich gerne. Hierfür gibt es gleich mehrere Optionen, die auf der website der Klimainitiative www.klimazone-mh.de detailliert vorgestellt werden:

Energieberatung zu Hause (Verbraucherzentrale NRW)
Umfang: Unabhängige Experten beraten bei Ihnen zu Hause: Von der Dämmung bis zur Heizungsanlage - und zu Fördermitteln. Kosten 60 € für 1,5 Std

Start-Beratung Energie (Energieagentur NRW, Architekten- und Ingenieurkammer NRW)
Umfang: Aufnahme des Ist-Zustandes im Rahmen einer Begehung, Vorschläge für Verbesserungsmaßnahmen und dazu passende Förderprogramme.
Kosten: 100 €, davon werden 52 € vom Land NRW übernommen, wenn das Haus vor dem 1.01.1980 fertigestellt wurde.

Vor-Ort-Gebäudeenergieberatung der BAFA
Umfang: Umfassende Ist-Aufnahme der Gesamtsituation und Erarbeitung einer gewerkeübergreifenden Sanierungstrategie, inkl. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
Kosten: zwischen 500 € und 1000 € (Angebotserstellung durch BAFA-zertifizierten Berater.) Beratung wird aus Bundesmitteln mit 300 € (EFH/ZFH), bzw. 360 € (MFH) gefördert. Im Rahmen der BAFA-Beratung können auch die Thermografie-Aufnahmen mit 25 €/Aufnahme (max. 100€) bezuschusst werden.


Anmeldung zur Thermografie
Melden Sie sich online an oder mit unserem Anmelde-Formular. Bitte drucken Sie das Formular aus und schicken es per Post an die Mülheimer Initiative für Klimaschutz, Friedrich-Ebert-Str. 48, 45468 Mülheim an der Ruhr oder per Telefax unter unserer Faxnummer 0208 2998598.

Happy Hour Fragestunde.

22. September 2011

Foto: Erdbeermarmelade / photocase.comFoto: Erdbeermarmelade / photocase.com

Bürgerfragestunde von A wie Altbausanierung bis W wie Wärmepumpe.


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Ab sofort stehen wir Ihnen jeden Donnerstag in der Zeit von 17-18:30 kostenlos für alle Fragen rund um die Themen "Energiesparen" und "klimagerecht investieren" zur Verfügung.
Die Bürgersprechstunde findet vom 22.09. bis 27.10.2011 immer donnerstags in unserer Geschäftsstelle, Friedrich-Ebert-Str. 48, statt.

Wir freuen uns auf Sie.

Solarenergie vom Dach.

09. Mai 2011

suze / photocase.comPhoto: suze / photocase.com

Das Mülheimer Solardachkataster zeigt, dass fast 70 % aller Dächer für die solare Nutzung geeignet sind. Wer also in Zeiten steigender Energiepreise auf Erneuerbare Energien umsteigen und die Sonne für die Heizungsunterstützung und Warmwassergewinnung nutzen oder Strom auf dem eigenen Dach erzeugen möchte, kann sich informieren.

Am Mo, 09.05.2011 und Do, 12.05.2011 bietet die Mülheimer Initiative für Klimaschutz eine kostenlose Informationsveranstaltung an.


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Unabhängige Energieberater, sowie Vertreter von Fachunternahmen und Stadtverwaltung informieren über Technik, Wirtschaftlichkeit, Förderung und Finanzierung von Solarwärme- und Solarstromanalagen.
Die Experten:
Siegbert Unger (Energieberater)
Hilmar Emmerich (Energieberater und Solarteur)
Kathrin Dib (Solar Aspekt)
Gerald Angstmann (Stadtverwaltung, Solardachkataster Mülheim)


Vortragsveranstaltung und Beratung sind kostenfrei,
Anmeldung unter Tel. 0208 - 299 85 90 oder info@klimaschutz.de.


Die Veranstaltung ist Bestandteil der „Woche der Sonne“, die vom 6. bis 15. Mai 2011 bundesweit stattfindet und mit vielfältigen Veranstaltungen zum Thema Solarenergie aufwartet. Schon jetzt sind mehr als 5.000 Veranstaltungen gemeldet und auch wir machen mit. Aktuelle Informationen rund um die bundesweite Aktionswoche finden und einen Online Kalender bietet die Internetseite www.woche-der-sonne.de.

Energieberatung - ein Überblick.

20. April 2011

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Wer sein Haus energetisch ertüchtigen möchte, steht vor einer Fülle an Beratungsangeboten, die zur Qual der Wahl werden können. Grundsätzlich gilt: je klarer Sie sich bereits darüber sind, dass Ihr Haus wirklich sanierungsbedürftig ist und sie entschlossen sind, Maßnahmen auch umzusetzen, desto höherwertiger sollte die Beratung sein, die Sie in Anspruch nehmen.


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Das Angebot zur Energieberatung für Mieter, Wohnungs- und Hauseigentümer ist riesengroß. Dies ist der Versuch, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und Ihnen einen schnellen Zugang zu verschiedenen Anbietern vor Ort zu gewähren.

Unser Tipp:  Stellen Sie sich folgende Fragen:

Kann der Berater/Handwerker ganzheitlich, d.h. unter Berücksichtigung aller Umstände (auch der Lebensumstände), beraten?

Welche Ziele habe ich für das Gebäude, spielen nur energetische Überlegungen eine Rolle oder sind auch Umweltaspekte interessant?

- Ist der Berater /Handwerker in der Lage, differenziert verschiedene Optionen 
   und technische Möglichkeiten des Projektes vorzuschlagen, abzuwägen und 
   zu  bearbeiten?

- Ist es immer richtig und sinnvoll, finanzielle Förderungsmöglichkeiten an den
   Anfang des Entscheidungsprozesses zu stellen?

- Ist die fachliche Qualifikation des Beraters/Handwerkers im Einzelfall
   nachgewiesen und/oder gibt es Referenzen?

Im folgenden erhalten Sie einen Kurzüberblick über die gängigsten Energieberatungs-optionen mit staatlichen Förderanteilen, die Sie derzeit in Anspruch nehmen können -  mit Hinweisen zu Inhalten, Kosten und Anbietern vor Ort.

BAFA
Vor-Ort-Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in     Wohngebäuden (Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und     Technologie).
Dies ist das umfassendste Beratungsangebot. Durch unabhängige Gebäude-Energieberater wird nicht nur der Istzustand aufgenommen und dokumentiert, sondern Sie erhalten einen Gewerkeübergreifenden und umfassenden Überblick möglicher und sinnvoller Modernisierungsmaßnahmen, in denen Ihre Modernisierungswünsche berücksichtigt werden. Weiter ..

Checkliste_Mindestanforderungen.pdf
Broschüre zur "Energiesparberatung vor Ort"
BAFA gelistete Energieberater Mülheim und Umgebung



Verbraucherzentrale NRW  - Energieberatung  zu Hause

Als Teil der Aktion „Sparen ist machbar, Herr Nachbar“ bietet die Verbraucherzentrale  eine Energieberatung in den eigenen vier Wänden an.
Preis: 60 Euro für max. 1,5 Stunden, 20 Euro für jede weitere abgeschlossene halbe Stunde.

Der/die Energieberater/in gibt eine erste Übersicht zur Höhe Ihres Energieverbrauchs und zu Möglichkeiten der Energiekostenreduzierung, zum baulichen Wärmeschutz oder zu Ihrer Heizungsanlage.
Auf Wunsch können auch spezielle Fragestellungen rund um das Thema Energiesparen beim Modernisieren und Wohnen, den Energieausweis, zu aktuellen Förderkonditionen oder über Maßnahmen zum sommerlichen Hitzeschutz behandelt werden. Sie erhalten eine Beratungsmappe zu Ihrem individuellen Beratungsfall und eine Zusammenstellung themenbezogener Informationsmaterialien.

Informationen und Kontakt




Verbraucherzentrale  - Gebäude-Energiegutachten

Das Gebäude-Energiegutachten dient der Überprüfung des energetischen Zustandes Ihres Hauses und macht Vorschläge für effiziente Verbesserungsmaßnahmen.
Preis: 360 Euro (1-2 Wohneinheiten)
465 Euro (3-6 Wohneinheiten)

Der/die Energieberater/in kommt ins Haus und erfasst die erforderlichen Daten von Gebäudehülle und Heizsystem, macht sich ein Bild von der Gebäudesubstanz und spricht mit Ihnen über Ihre Vorstellungen und denkbare oder vielleicht bereits geplante Modernisierungsmaßnahmen. Daran schließen sich nützliche Hinweise zur Bauausführung, zu Dämmmaterialien, den vorgeschriebenen Dämmstärken und öffentlichen Förderprogrammen an.

Anhand dieser Datenerhebung (kein Aufmaß) werden die einzelnen Außenbauteile, die Heizung und die Warmwasserbereitung bewertet und eine Energiebilanz des gesamten Gebäudes erstellt. Auf Grundlage dieser Analyse wird eine Auswahl von Empfehlungen für energie- und kosteneffiziente Verbesserungsmaßnahmen am Gebäude und der Heiztechnik entwickelt und  Richtwerte über die zu erwartenden Kosten genannt. Analyseergebnisse und Empfehlungen werden in einem Bericht zusammengefasst und mit weiteren Informationsmaterialien zugeschickt.

Informationen und Kontakt




Aktion: Gebäude-Check Energie
(Energieagentur NRW, Landesreg. NRW, Handwerkskammern)


Der "Gebäude-Check Energie" wird von Handwerksmeistern durchgeführt, die an einer weiterführenden Qualifikationsmaßnahme der EnergieAgentur.NRW teilgenommen haben. Untersucht werden Gebäude, die vor dem 01.01.1980 fertig gestellt  wurden und über nicht mehr als sechs Wohneinheiten verfügen.

Preis: 77 € davon  trägt 52 € das Land NRW, der Gebäudeeigentümer zahlt lediglich den Differenzbetrag von 25 €.

Im Rahmen eines ein standardisiertes Verfahren werden alle für eine Bewertung der energetischen Gebäudesituation relevanten Daten  neben Objekt- und Gebäudedaten auch Verbrauchsdaten erhoben und der Zustand von Heizung, Regelung, Pumpen und Verteilleitungen, der Warmwasserbereitung sowie der Dämmung von Außenhüllen, Fenstern und Zwischendecken systematisch erfasst. Auf dieser Basis erstellt der Handwerker einen Maßnahmenkatalog mit Vorschlägen zu sinnvollen Energiesparmaßnahmen, den ungefähren Kosten und den Einspareffekten.

Dieser wird dem Kunden zusammen mit der Broschüre "Der Gebäude-Checker war da - Tipps für die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen" zugesandt.

Flyer zum „Gebäude-Check Energie“ zum download




Aktion: Start-Beratung Energie

(Energieagentur NRW, Landesreg. NRW, Architektenkammer NRW, Ingenieurkammer NRW)

Die Start-Beratung Energie wird von Architekten und Bauingenieuren durchgeführt. Voraussetzung für die Gewährung des Förderzuschusses ist, dass das betreffende Haus vor dem 01.01.1980 fertig gestellt wurde.

Preis: 100 € davon trägt das Land NRW 52 €, der Gebäudeeigentümer zahlt  lediglich den Differenzbetrag von 48 Euro.

Bei der  Start-Beratung Energie wird im Rahmen einer Hausbegehung der Ist-Zustand  aufgenommen und bewertet. Sie erhalten individuelle Auskunft über die Auswirkungen der neuen Energieeinsparverordnung, Vorschläge zu Verbesserungsmaßnahmen und die zu erwartende Kostenreduzierungen und welche Förderprogramme in Anspruch genommen werden können. Den Abschluss bildet der Bericht über die Ergebnisse der Start-Beratung Energie.

Start-Beratung Energie
Architektenkammer NRW: Anbieter im Postleitzahlbereich "45"
Ingenieurkammer NRW: Fachliste Energieberater
 

Energetische Groß-Sa(ar)nierung.

07. Oktober 2010

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SWB und medl arbeiten Hand in Hand bei der energetischen Großsanierung in Saarn. medl erneuert als Contractor das im Eigentum der SWB stehende Nahwärmenetz,über das insgesamt 644 SWB-Wohnungen in Saarn mit Wärme versorgt werden. SWB fährt die energetische Sanierung von zunächst 487 Wohnungen durch, die an dieses Nahwärmenetz angeschlossen sind.


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Rd. 12 Mio. € investieren SWB und medl insgesamt. SWB hat sich angesichts dieser Größenordnung für eine Contracting Lösung mit der medl zur Sanierung des Nahwärmenetzes entschieden, wodurch lt. SWB-Geschäftsführer Robert Kunz „die wirtschaftliche Umsetzung der baulichen Maßnahmen an den Häusern und Wohnungen überhaupt erst möglich wird“.
Zur Finanzierung der Maßnahmen insgesamt hatten beide Investoren Mittel aus dem KfW Programm „Energieeffizient Sanieren - Effizienzhaus“ beantragt. Ganz aktuell haben jetzt medl und SWB die entsprechenden Finanzierungszusagen erhalten. Ausgetüftelt wurde die gemeinsame Vorgehensweise mit der KfW Bankengruppe Berlin, deren Vertreter das Zusammenspiel von medl und SWB als „Königsweg“ und „Beispiel mit Modellcharakter“ bezeichnete. Nur durch die ganzheitliche Sanierung über Dämmmaßnahmen, Austausch der Fenster/Türen usw. und die Erneuerung des Nahwärmenetzes wird das Niveau auf dem Standard Ener-gie Effizienzhaus 100 erreicht. Belohnt wird dieser Standard mit einer auskömmlichen Förderung durch Zinsverbilligung und Tilgungszuschüsse.

medl-Geschäftsführer Hans-Gerd Bachmann wies auf die generellen Vorteile von Contracting Lösungen für die Wohnungsunternehmen hin, die - wie auch in diesem Fall „die Handlungsspielräume für das Wohnungsunternehmen erweitern, da das Investitionsrisiko und die Finanzierung vollständig auf den Contractor übertragen werden“.

medl hat mit der Erneuerung der erdgebundenen Nahwärmeleitungen bereits Ende letzten Jahres begonnen. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. SWB  wird die energetische Sanierung der Häuser und Wohnungen in drei Bauabschnitten, verteilt auf drei Jahre, durchführen. In diesem Jahr werden 108 Wohnungen in der Friedrich-Freye Straße begonnen und fertig gestellt. 159 Wohnungen in der Friedrich-Freye Straße, Auf den Hufen und Im Wiesengrund folgen in 2011; die restlichen  220 Wohnungen in der Saargemünder Straße, Quellenstraße, Lehnerstraße, Metzer Straße und Hagenauer Straße in 2012.

„Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Dämmung der Keller- und obersten Geschossdecken, der Optimierung der Fassaden durch das Aufbringen eines Wärmeverbundsystems, dem Einbau neuer Fenster und Haustüren sowie dem Einbau von Heizkörpern in den Treppenhäusern“, erläuterte SWB-Geschäftsführer Thomas Vocke. Abgerundet wird das Programm durch den Einbau von Gegensprechanlagen, die Montage von Glasvordächern, den Einbau neuer Balkonbrüstungen und den Anstrich der Treppenhäuser.

Trotz des hohen Investitionsvolumens werden die Mieten in Saarn wegen der energetischen Sanierung nur moderat steigen. Es wird nur eine Anpassung bis auf den Mittelwert des Mietspiegels anstelle des ebenfalls möglichen und für die Mieter erheblich teureren 11%-igen Modernisierungszuschlages vorgenommen. Grundlage hierfür ist die erreichte günstige Finanzierung aus dem KfW Förderprogramm. Die Maßnahme stellt sich aber auch unter Berücksichtigung der für die Mieter nachhaltig zu erwartenden Heizkostenersparnisse von bis zu 50% der bisherigen Heizkosten verträglich dar.

Kontakt
SWB Service- Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH
Bahnstraße 29
45468 Mülheim an der Ruhr

Christina Holz M.A.
T   (0208) 450 02 - 145
F   (0208) 450 02 - 155
M   (0151) 120 35 618
Holz@swb-mh.de

Frischzellenkur für eine alte Dame

06. Oktober 2010

Foto: Gunvar BlanckFoto: Gunvar Blanck

In Mülheims Westen steht ein architektonisches Juwel. Die 1914 erbaute Jugendstilvilla in der Monningstraße diente einst einem Kommerzienrat als standesgemäßes Domizil. Ein knappes Jahrhundert später sollte das mittlerweile denkmalgeschützte Anwesen behutsam, aber effizient saniert werden.


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Ziel war, den Primärenergieverbrauch bei der Wärmeversorgung deutlich zu verringern und die CO2-Emissionen zu senken.

Aber die intakte, stuckverzierte Fassade mit großen, einfachverglasten Fensterflächen ließen konventionelle Methoden wie eine Wärmedämmung auf der Fassade und ein standard-mäßiges Auswechseln der Fenster nicht zu.

Dipl.-Ing. Gunvar Blanck, Architekt BDA, übernahm die Aufgabe und mit der Kreativität und dem Können der beteiligten Handwerker gelang es, eine Primärenergieeinsparung von bis zu 53 Prozent zu erzielen und den CO2-Ausstoß um 53 496 Kilogramm pro Jahr zu reduzieren.    


Villa Monninghof – Im Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz und Energieeffizienz.

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