29. Januar 2012
witt_2011
Seit 2005 veranstaltet die BSWR zusammen mit den ehrenamtlichen Naturschützern den „Flora-Fauna-Tag“. Am 29. Januar 2012 ist es wieder so weit.
Die hohe Vielfalt unterschiedlichster Lebensräume auf engem Raum lässt das Ruhrgebiet zu den „Hotspots“ der Artenvielfalt zählen.
Es kommen beispielsweise von den rund 4000 Blütenpflanzen Deutschlands allein 1500 im Ruhrgebiet vor. Dies sind nahezu drei Viertel der im Bundesland NRW vorkommenden Arten.
Die Besonderheit der urban-industriellen Standorte, bedingt durch die extremen Lebensbedingungen, hat zur Etablierung von bemerkenswerten Pflanzen und Tieren geführt, die ursprünglich aus natürlich wärmebegünstigten Gebieten stammen.
Viele dieser Arten weisen hier die größten Vorkommen außerhalb ihres natürlichen Areals auf und können als Charakterpflanzen des Ruhrgebietes gelten.
Artenvielfalt im Westlichen Ruhrgebiet ist ein zentrales Thema im Arbeitsfeld der Biologischen Station. Dabei sind nicht nur naturnahe Lebensräume wie Wälder oder Auen von Interesse, sondern auch Arten und Artengemeinschaften der innerstädtischen Bereiche oder auch Industriebrachen.
Bei der Erfassung dieser Artenvielfalt können Sie helfen. Melden Sie Vorkommen bemerkenswerter Pflanzenarten über das
Fundmeldungssystem der Biologischen Station.
Besondere Arten können zum Beispiel solche sein, die nur selten vorkommen oder in ihrem Bestand rückgängig sind und daher auf der Roten Liste verzeichnet sind. Es werden aber auch Vorkommen gebietsfremder Arten gesucht, die sich möglicherweise gerade bei uns ausbreiten. Beschreibungen einiger ausgewählter Arten finden Sie
hier.
Wenn sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Pflanze richtig bestimmt haben, hängen Sie ein Foto an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an
funde(at)bswr.de.
(Quelle bswr)
Die Tagung am 29. Januar 2012, 10.00 - 17.00 Uhr, findet zum achten Mal statt. Vorträge und Diskussionen zu Artenschutzmaßnahmen, Kartierungen, Bestandsaufnahmen, Neunachweisen und Beobachtungen im Ruhrgebiet ermöglichen einen fachübergreifenden Austausch.
Eine Anmeldung ist bis zum 24.01. erforderlich.
Biologische Station Westliches Ruhrgebiet, Ripshorster Straße 306, 46117 Oberhausen, 0208 / 46 86 090, Fax 0208 / 46 86 099,
info(at)bswr.de
05. Januar 2012
Foto: MST
Für das gesamte Mülheimer Stadtgebiet liegt eine Stadtklimaanalyse aus dem Jahr 2002 vor. Das Plangebiet ist überwiegend als stadtklimatischer Lastraum eingeordnet.
In diesen Bereichen konzentrieren sich die stadtklimatologisch problematischen Wärmeinseln. Die Ruhraue als Kaltluftsammelgebiet und Frischluftschneise sowie städtische Park- und Grünanlagen sind wichtige innerstädtische Temperaturausgleichsbereiche. Zur Verbesserung der lokalklimatischen Situation tragen verschiedene weitere Belüftungsbahnen bei: hier ist der Frischluftvorstoß aus dem Rumbachtal zu nennen sowie die Bahnstrecken, denen die Funktion einer Belüftungsbahn zukommt.
Mikroklimatische Extremlagen
Wärmeinseln
Kritische Bereiche sind gekennzeichnet durch Block-Bebauungsstruktur, eine mangelhafte Freiraumversorgung und einen hohen Grad an Versiegelung. Hier liegt der Fokus für notwendige städtebauliche Maßnahmen zur Klimaanpassung.
Planungshinweise und -karten zum gesamten Stadtgebiet können auf dem Klimaserver des RVR hier eingesehen werden.
Hier können Sie eine Klima-Karte für Mülheim einsehen.
Immissionssituation
Aufgrund der hohen Belastung mit Feinstaub [PM10] und Stickstoffdioxid [NO2] wurde 2008 für das Ruhrgebiet ein erster Luftreinhalteplan erstellt Im Stadtgebiet Mülheim ist die Aktienstraße ein Belastungsschwerpunkt. Da durch die eingeleiteten Maßnahmen bisher keine deutliche Verbesserung erzielt werden konnten, wie in einem landesweiten Monitoring Verfahren in 2010 festgestellt wurde, sind die Zuschnitte der Umweltzonen ab dem Jahr 2012 neu festgelegt worden. Die Umweltzone erstreckt sich jetzt auf die Stadtteile Styrum, Dümpten, Altstadt I und II, Heißen sowie die nördlichen Bereiche der Stadtteile Speldorf, Broich, Saarn und Holthausen.
Informationen zur neuen Umweltzone finden Sie hier.
Siedlungswasserwirtschaftliche Situation
Die Kanalisation im Stadtgebiet ist zu 98 Prozent als Mischwasserkanalisation ausgelegt. Um der immer stärker werdenden hydraulischen Belastung des Kanalnetzes (durch Zunahme versiegelter Flächen und häufiger auftretenden Starkregen) gerecht zu werden, wurden in den letzten 20 Jahren Regenrückhaltebecken und Stauraumkanäle errichtet. Die neuralgischen Punkte [oberflächennahe Lage des Kanalnetzes] im Kernstadtgebiet konnten durch diese Sanierungsarbeiten entschärft werden.
Bei weiterer Zunahme von Starkregenereignissen (Evaluation der regionalen Klimaszenarien durch das BMBF-Forschungsprojekt „Dynaklim“) sind ergänzend prohibitive Maßnahmen zur getrennten und ortsnahen Ableitung des Niederschlagswassers vorzusehen. Bereits heute werden im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie intensive Anstrengungen unternommen, verrohrte Bachläufe zu renaturieren (Horbach, Rumbach) und unbelastete Regenwasser-abflüsse zu versickern (z.B. Wohngebiet Salierstraße) bzw. in Oberflächengewässer zu leiten (z.B. Wohngebiet Haferkamp).
07. November 2011
JFJ / photocase.com
Schritt für Schritt zu weniger Treibhausgasemissionen - mit dem Klimaschutz-Start-Programm und Klimaschutzplan. Am 1. Oktober 2011 hat das Landeskabinett ein umfangreiches Klimaschutz-Start-Programm beschlossen.
Dies sind die Kernaussagen des Programms:
Vor Ort aktiv
- spezielles Maßnahmenprogramm für Kommunen
- Unterstützung durch das Informations- und Beratungszentrum „EnergieDialog.NRW“
- Ausbildung kommunaler „Klimaschutzmanager“ um Wissenskompetenz zu stärken
- Förderprogramm zur Umsetzung Kommunaler Klimaschutzmaßnahmen
Klimaschützend Bauen und Wohnen
- Energetische Sanierung des vorhandenen Gebäudebestands und die Errichtung von Wohnraum mit geringem Energieverbrauch
- Bereitstellung von 200 Millionen Euro als Darlehensvolumen im Rahmen des Wohnraum-förderungsprogramms 2011 für investive Maßnahmen in Miet- und Genossenschafts-wohnungen und bei selbst genutztem Wohneigentum für Haushalte mit geringem Einkommen.
- Besondere Förderung für Passivhäuser im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus durch Anhebung der Sozialmieten um 30 Cent ja qm.
Energie sparen – Geld sparen – Klima schützen
- Unterstützung von Personen mit geringem Einkommen durch gezielte Beratung, Hilfe und Unterstützung
- Ausweitung der aufsuchenden Energieberatung
- Pilotprojekt zur Förderung besonders energiesparender Kühlschränke
Impulse für die Kraft-Wärme-Kopplung
KWK ist zentrale Brückentechnologie und ihr Anteil an der Stromerzeugung soll auf über 25 Prozent ausgeweitet werden. Spezielles Förderprogramm soll bestehende Investitionshemmnisse abbauen und den Ausbau wirtschaftsnaher Fernwärmeinfrastruktur unterstützen.
Verbraucher im Blick
- Unterstützung privater Haushalte durch eine breite Öffentlichkeits- und Informationskampagne
- Beratung zur Gebäudesanierung unter Berücksichtigung der Fördermittel-Programme, zum Einsatz von Erneuerbaren Energien, zum richtigen Heizen und Lüften, zum Wechsel zu Ökostromanbietern
Ausbau der Windkraft
- Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung soll bis zum Jahr 2020 auf über 15 Prozent erhöht werden.
-Überarbeitung des Windenergieerlasses zur Erleichterung des Zubaus neuer Anlagen und zum Ersatz von Altanlagen durch leistungsfähigere Neuanlagen (Repowering).
-Erarbeitung eines Leitfadens „Windenergie im Wald“
Energie- und Ressourceneffizienz in Unternehmen
- besonders in Unternehmen kann durch die Realisierung von Effizienz- und Einsparpotentialen 30% an Energie eingespart werden – für die Umsetzung solcher Maßnahmen stellt die NRW. BANK einen Effizienzkredit für Unternehmen bereit
- Ausbau des Energiemanagementsystems mod.EEM der Energieagentur NRW
Vernetzen für die Speicher und Netze
- Aufbau eines virtuellen Instituts zum Thema „Energienetze der Zukunft“ unter Beteiligung von verschiedensten Forschungseinrichtungen in NRW
-Stärkung der Themenfelder „Speicher“ und „Netze“ bei der Energieagentur NRW
Klimaschutz auch in finanzschwachen Kommunen
- auch finanzschwache Kommunen sollen kreditfinanzierte Investitionen in wirtschaftliche Klimaschutzmaßnahmen tätigen können, auch wenn es sich um freiwillige Leistungen handelt. Die entsprechende Änderung der Gemeindeordnung soll durch den „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ ergänzt werden.
Mit gutem Beispiel vorangehen
Die Landesregierung verpflichtet sich bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu sein.(Bau und Betrieb von Gebäuden, Umstellung auf Ökostrom, Energieeffizienzkampagnen, klimaneutrale Veranstaltungen)
Weitere und detailiertere Informationen zum Klimaschutz-Start-Programm und zum Klimaschutzgesetz finden Sie auf der Interneteite des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.
20. Oktober 2011
Öffentliches Grün wird in urbanen Zentren immer wichtiger: Als „grüne“ Lunge, als Farbtupfer im asphaltierten Alltag und vor allem als Naherholungs-Oase für Stadtbewohner
Im Rahmen von SchlimmCity wollten wir von den Mülheimer Bürgern wissen, was sie vom öffentlichen Grün in Mülheim halten. Wie grün ist Mülheim wirklich? Was wünschen sich die Bürger? Wie viel Natur ist dabei erlaubt? Was passiert mit dem kommunalen Grün in Zeiten knapper Stadthaushalte? Und was kann jeder Einzelne dafür tun?
Am Mittwoch, den 21.09.11 haben wir uns auf die Suche nach Mülheims wilden, grünen Ecken in der Innenstadt begeben. Zusammen mit der Pflanzenexpertin Corinne Buch von der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet erkundeten wir den Charme des subversiven Grüns, entdeckten Flecken, die sich die Natur zurückerobert hat und besuchten den 1. Interkulturellen Garten in Mülheim – ein sehenswertes Stück Eppinghofen. Fotografische Impressionen von Mülheims grüner Seite finden Sie hier.
17. Mai 2011
Mit der Ausarbeitung „Klimazone Mülheim an der Ruhr - Handlungsansätze und Leitgedanken zu Klimaschutz und Klimaanpassung“ stellt sich Mülheim den Herausforderungen der Zukunft.
Ziel ist eine klimaangepasste Stadt Mülheim an der Ruhr, in der die Menschen gerne leben: mit Arbeitsplätzen in zukunftsfähigen Branchen, in energieeffizienten und bezahlbaren Wohnungen, mit attraktivem Grün und Räumen für Freizeitgestaltung und Kreativität. Das ist die Idee der Klimazone.
Die „Klimazone Mülheim an der Ruhr“ bietet eine Plattform für einen offenen, auf Beteiligung und Transparenz ausgerichteten Dialog zur klimagerechten Stadt. Damit dieser Dialog gelingt, muss ein Konsens über die wichtigsten Handlungsansätze erzielt werden.
Das Klimazone ABC beleuchtet diese Themen - sind Sie interessiert? Dann werfen Sie einen Blick in das Klimazone ABC.
28. April 2011
luxuz::. / photocase.com
In Zusammenarbeit mit dem BUND und der Stadt Mülheim pflanzte eine 8 Klasse der Luisenschule auf der Obstwiese vor dem Kindergarten 'Wurzelzwerge' an der Saarner Kuppe, eine neue Hecke.
Früher gab es auf der Saarner Kuppe ausgedehnte Hecken, die den Wind von den zahlreichen Obstwiesen abhalten sollten. Diese mussten jedoch nach und nach der dichten Bebauung weichen.
'Mit der Pflanz-Aktion wollten die Schüler der Luisenschule etwas für die Natur und den Lebensraum Obstwiese tun und die Hecken an der Saarner Kuppe neu aufleben lassen', so Norbert Niechoj vom BUND.
Gepflanzt wurden ausschließlich heimische Heckenpflanzen wie Weißdorn, Hainbuche, Pfaffenhütchen und Schlehen, um die biologische Vielfalt zu erhöhen und einen geeigneten Lebensraum für heimische Tierarten zu schaffen.
Die Luisenschule hat in der Vergangenheit auch Bäume auf der Obstwiese, die überwiegend von der NaJu angelegt und gepflegt wird, gepflanzt. Nun sollen die neuen Hecken die Bäume vor zu viel Wind und Sturm schätzen und weiterhin gedeien- wie in alten Zeiten.
21. März 2011
Dr. Reinhard Witt
Am 21. März 2011 um 19.00 Uhr referiert Dr. Reinhard Witt zum Thema naturnahe Begrünung. Naturnahes Grün wird nicht nur im privaten Bereich vor der Haustür selbstverständlich, sondern genauso in öffentlichen Anlagen: Schulhöfen, Kindergärten, Firmengeländen, Verkehrsgün.
'Mit Wildblumen und -sträuchern, Kräuterrasen und lebenden Zäunen, Trockenmauern und Lesesteinhaufen, Teichen und Sumpfgräben lassen sich Gärten und Spielräume, öffentliche Grünanlagen und Straßenbegleitgrün in Er-Lebensräume verwandeln, in dem Mensch und Tier gleichermaßen zu Hause sind', so Dr. Reinhard Witt. Der freiberufliche Biologe, Journalist und naturnahe Grünplaner, ist seit 20 Jahren intensiv mit dem Thema naturnahe Garten- und Landschaftsgestaltung befasst.
Er schrieb bereits 12 Bücher über naturnahe Grüngestaltung und heimische Wildpflanzen. Außerdem plant und realisiert Grünprojekte im privaten und öffentlichen Bereich.
Wir laden Sie zum Vortrag von Dr. Reinhard Witt herzlich ein.
21. März 2011, um 19.00 Uhr
Ort:
Forum der VHS Mülheim an der Ruhr
Bergstr. 1-3, 45479 Mülheim an der Ruhr.
Der Eintritt ist frei. Eine Spende für die nachhaltige Bepflanzung Mülheimer Grünflächen ist willkommen.
Dies ist eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstätzung der VHS.
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